T07-Unwetter

20. – 21. Februar 2026

zahlreiche Schneeeinsätze

Einsatzart

Einsatzort

Gesamtes Einsatzgebiet

Alarmierung

Einsatzdauer

20.02. 04:27 Uhr bis 21.02. 13:00 Uhr

Mannschaftsstärke

20 Mann – FF Sebersdorf

Fahrzeuge im Einsatz

Weiters vor Ort:

Einsatzbericht

Am Freitag, dem 20.02.2026, wurde die Feuerwehr Sebersdorf um 04:27 Uhr zu zahlreichen Schneeeinsätzen gerufen.

Aufgrund des starken Schneefalles, welcher u.a. die Süd- und Oststeiermark eindeckte, stürzten zahlreiche Bäume auf Straßen und Stromleitungen. Auch das Einsatzgebiet der Feuerwehr Sebersdorf blieb von den Folgen des Schneefalles nicht verschont.

Zum ersten Einsatz wurde die Feuerwehr Sebersdorf auf die L436 – Sebersdorferstraße gerufen. Dort stürzte ein Baum auf die Landesstraße und blockierte diese. 

Danach kamen immer mehr Schadenslagen von Florian Steiermark herein. Der starke Schneefall lies nicht nach. Das gesamte Einsatzgebiet der Feuerwehr Sebersdorf blieb nicht verschont. Auf sämtlichen Landes- und Gemeindestraßen stürzten in mehreren Waldstücken viele Bäume um. Zunächst versuchte die Feuerwehr Sebersdorf die betroffenen Straßen freizuschneiden. Da es aber immer gefährlicher für die Einsatzkräfte wurde, da zum Teil Bäume direkt neben den Fahrzeugen und den Einsatzkräften umfielen, wurde zusammen mit den Gemeindevertretern der Gemeinden Bad Waltersdorf und Hartl entschieden mehrere Straßen komplett zu sperren. Auch die L436 und alle Zufahrten zu dieser Landesstraße sowie die L435 von Untermayerhofen bis zur Abzweigung Wagerberg mussten nach Rücksprache mit der Polizei gesperrt werden. In diesen Bereichen herrschte Lebensgefahr! 

Zu den zahlreichen umgestürzten Bäumen kamen auch Fahrzeug- und LKW Bergungen hinzu. So musste in Großhart eine Fahrzeugbergung durchgeführt werden, bei der eine PKW Lenkerin sich Frühmorgens auf einer Gemeindestraße zwischen umgestürzten Bäumen festgefahren hat. Da die Fahrt durch das Waldstück zu gefährlich war, begaben sich drei Kameraden zu Fuß zum Fahrzeug, welches glücklicherweise unbeschädigt geblieben ist. Anschließend wurde das Fahrzeug aus dem Waldstück gebracht und die Lenkerin konnte die Fahrt anschließend fortsetzen. 

Leider missachteten einige Fahrzeuglenker die Straßensperren, welche dann zu Alarmierungen der Feuerwehr Sebersdorf um 21:52 Uhr führten. So missachtete ein PKW die Straßensperre auf der L436 von Sebersdorf kommend und blieb schließlich in Linzbüchl hängen. Aufgrund der Straßensperre und der Blockierung durch die Bäume konnte auch keine Schneeräumung durch die Straßenmeisterei durchgeführt werden. In diesen Bereichen bestand Schneefahrbahn mit knapp  20-30 cm Schnee! Nach Abschluss dieser Fahrzeugbergung fand man auf der Rückfahrt in Rüsthaus einen hängengebliebenen Sattelschlepper ohne Schneeketten vor, welcher ebenfalls die Straßensperre missachtete. Der Sattelschlepper wurde schließlich bis zur nächsten Umkehrmöglichkeit retour geschoben, wo der LKW-Lenkerin dann eine Umleitung bis zum Zielort erklärt wurde. 

Zum Abschluss des langen Einsatztages mussten dann noch zwei umgestürzte Bäume auf der L401-Hartbergerstraße entfernt werden.

Um 01:30 Uhr konnte von der Feuerwehr Sebersdorf für kurze Zeit eine Einsatzbereitschaft hergestellt werden.

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Am Samstag, dem 21.02.2026, begannen um 07:30 Uhr die geplanten Aufräumarbeiten für die gesperrten Straßen, um die Verkehrswege schnellstmöglich wieder frei zu bekommen.

Zunächst wurde zusammen mit den Vertretern der Gemeinden Bad Waltersdorf und Hartl die Schadenslagen im Rüsthaus Sebersdorf besprochen. Nach einer Lageerkundung durch die Einsatzleitung zusammen mit den Gemeindevertretern wurden die einzelnen Mannschaften dann auf die Lagen aufgeteilt und die Befehle ausgegeben.

Für diese geplanten Aufräumarbeiten wurden bereits am Vortag von den beiden Gemeinden sämtliche Traktoren mit Rückewägen, ein Harvester sowie Gemeindefahrzeuge für diesen Sondereinsatz organisiert. Ohne diese Geräte wäre es nicht möglich gewesen alle Schadenslagen zu bewältigen!  

Von allen eingesetzten Kräften konnten bis 13:30 Uhr alle Schadenslagen abgearbeitet und fast alle Straßen wieder für den Verkehr freigegeben werden. Insgesamt mussten 57 Schadenslagen an beiden Tagen abgearbeitet werden!

Danke an alle eingesetzten Kräfte für die perfekte Zusammenarbeit und für die Unterstützung!

Vielen Dank auch an die Feuerwehr Großhartmannsdorf für die gute Zusammenarbeit im Grenzgebiet der beiden Löschgebiete. Hier hat man wieder gesehen, dass auch überörtlich und bereichsübergreifend gute und kameradschaftliche Zusammenarbeit gewährt ist!

Ein großes Dankeschön an alle Bürgermeister, Vizebürgermeister, Gemeindevorstände sowie an alle Gemeindemitarbeiter für die große Unterstützung an diesen beiden Tagen!

Danke an Vizebürgermeister Herbert Ferstl und Gemeindevorstand Erich Grill, welche Getränke für die Einsatzkräfte zur Verfügung gestellt haben!

Danke auch an Bürgermeister Thomas Pußwald, welcher die Einsatzkräfte nach Abschluss der Arbeiten zu einem Essen beim Gasthof Schneider eingeladen hat!

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Kommando

HBI Stephan Schorrer

OBI Hannes Ertl